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10.08.2026
Internationale Spitzenklasse und große Nachwuchsbegeisterung in Kirchzarten
2026
Wout Alleman und Anna Weinbeer gewinnen die Weltcuprennen beim 26. Black Forest ULTRA Bike Marathon / Knapp 2.400 Mountainbikerinnen und Mountainbiker auf vier Strecken / Rund 600 Teilnehmende beim ULTRA Gravel

Kirchzarten war am vergangenen Wochenende erneut das Zentrum der internationalen Mountainbike-Marathonszene. Zum zweiten Mal gastierte der HERO UCI Marathon World Cup beim Black Forest ULTRA Bike Marathon. Auf der 115 Kilometer langen Königsdistanz mit rund 3.550 Höhenmetern setzten sich der Belgier Wout Alleman und die Schweizerin Anna Weinbeer gegen hochkarätige internationale Konkurrenz durch.

Insgesamt starteten am Sonntag knapp 2.400 Mountainbikerinnen und Mountainbiker auf den vier Strecken des 26. Black Forest ULTRA Bike Marathon. Bereits am Freitag und Samstag hatten die Bambini Trophy, der Schwarzwälder ADAC MTB Cup und der dritte Black Forest ULTRA Gravel für einen stimmungsvollen Auftakt des Veranstaltungswochenendes gesorgt.

Weltcuprennen der Männer
An der Spitze des Männerfeldes entwickelte sich auf der 115 Kilometer langen ULTRA-Strecke ein hochklassiges und bis in die Schlussphase spannendes Rennen. Mit Wout Alleman, David Valero Serrano, Davide Foccoli, Leonardo Páez, Samuele Porro und zahlreichen weiteren internationalen Spitzenfahrern blieb die Entscheidung lange offen.

Am Ende setzte sich Wout Alleman durch. Der Belgier erreichte das Ziel im Sportstadion Kirchzarten nach 4:14:07,8 Stunden. Nur 12,5 Sekunden später folgte der Spanier David Valero Serrano in 4:14:20,3 Stunden. Davide Foccoli aus Italien komplettierte das Podium nach 4:14:26,8 Stunden und lag damit lediglich 19 Sekunden hinter dem Sieger.

Mit Leonardo Páez auf Rang vier und Samuele Porro auf Rang fünf kamen zwei weitere international erfolgreiche Marathon-Spezialisten unmittelbar dahinter ins Ziel. Als bester Deutscher belegte Jakob Hartmann vom Singer KTM Racing Team in 4:17:51,4 Stunden einen starken sechsten Platz. Lokalmatador Simon Stiebjahn aus Neustadt wurde guter 10.

Weltcuprennen der Frauen
Bei den Frauen feierte Anna Weinbeer einen ganz besonderen Erfolg. Bereits 2025 hatte die Schweizerin überraschend die schnellste Gesamtzeit aller Frauen auf der ULTRA-Strecke erreicht, war damals jedoch noch außerhalb der Weltcup-Elitewertung gestartet. Ein Jahr später kehrte sie als etablierte internationale Spitzenfahrerin nach Kirchzarten zurück und gewann nun auch offiziell das Weltcuprennen.

Weinbeer absolvierte die 115 Kilometer in 4:55:11,8 Stunden und erreichte das Ziel mit genau vier Minuten Vorsprung auf Natalia Fischer Egusquiza aus Spanien. Die Italienerin Claudia Peretti belegte in 5:02:53,5 Stunden den dritten Platz.

Steffi Häberlin aus der Schweiz wurde Vierte, gefolgt von der italienischen Vorjahreszweiten Mara Fumagalli und der Schwedin Amanda Bohlin. Die in Stegen lebende Schwarzwälderin Adelheid Morath belegte Rang 11.

Marathonrennen der Männer
Auf der Marathondistanz fiel die Entscheidung denkbar knapp aus. Nach 75 Kilometern trennten Ben Schweizer und Max Adler im Ziel lediglich eine Zehntelsekunde. Schweizer setzte sich in 2:43:18,2 Stunden durch, Adler folgte in 2:43:18,3 Stunden.
Emilien Barben belegte in 2:46:14,2 Stunden den dritten Platz. Nur wenige Sekunden später erreichte Scott Hill als Vierter das Ziel. Der Breitnauer Matthias Bettinger, der 2025 noch um den Sieg gesprintet war, kam dieses Mal auf Rang acht.

Marathonrennen der Frauen
Das Frauenrennen über die Marathondistanz gewann Eliane Glowka. Sie benötigte für die Strecke 3:24:48,4 Stunden. Josepha Huber folgte in 3:27:18,0 Stunden auf Rang zwei.
Nur sechs Sekunden dahinter belegte Rebecca Schechinger in 3:27:24,6 Stunden den dritten Platz. Damit lagen zwischen der Zweit- und Drittplatzierten weniger als sieben Sekunden. Anna Giesin und Birgitt Wittmann komplettierten die ersten fünf Positionen.

Speed Track und Short Track
Auf dem 54 Kilometer langen Speed Track setzte sich bei den Männern Gabriel Baydur vor Louis Schladebach und Ian Haan durch. Das Frauenrennen gewann Soraya Böhler in 2:31:09,0 Stunden. Angelina Franz belegte in 2:33:05,0 Stunden Rang zwei vor Judith Wunderle in 2:33:31,3 Stunden.
Den Short Track gewannen Niklas Franz bei den Männern und Maxi Strittmatter bei den Frauen. Auf den weiteren Plätzen folgten Matthias Müller und Mattis Linder beziehungsweise Salome Banholzer und Alisha Drevs.

Dritte Ausgabe des Black Forest ULTRA Gravel
Bereits am Samstag stand mit dem dritten Black Forest ULTRA Gravel das gemeinsame Natur- und Fahrerlebnis im Mittelpunkt. Getreu dem Leitgedanken „A Ride, not a Race“ ging es nicht um Platzierungen und Sekunden, sondern um die gemeinsame Herausforderung, die Landschaft des Schwarzwalds und das Erlebnis innerhalb der Gravel-Community.
Für die beiden Strecken GRAVEL Xplorer und GRAVEL Xtensive waren rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet. Die Strecken über rund 80 beziehungsweise 135 Kilometer verbanden schnelle Gravelpassagen, anspruchsvolle Anstiege, Trails und asphaltierte Abschnitte zu einer abwechslungsreichen Runde durch den Schwarzwald.
Verpflegungsstationen entlang der Strecke, das gemeinsame Ankommen in Kirchzarten und die entspannte Atmosphäre im Sportstadion machten erneut deutlich, wofür der ULTRA Gravel steht: sportliche Herausforderung ohne klassischen Wettkampfcharakter, gemeinsames Erleben und die Freude am Radfahren.

Großer Andrang bei der Bambini Trophy
Den Auftakt des Veranstaltungswochenendes bildete am Freitagnachmittag die Bambini Trophy im Sportstadion Kirchzarten. Rund 450 angemeldete Kinder der Jahrgänge 2019 bis 2024 sorgten für einen außergewöhnlich großen Teilnehmerandrang und eine beeindruckende Kulisse.
In mehreren altersgerechten Kategorien absolvierten die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Runden im Stadion. Dabei standen nicht Zeiten und Platzierungen, sondern die Freude an der Bewegung und das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt. Im Anschluss wurden die Kinder kategorieweise auf der großen Veranstaltungsbühne geehrt und erhielten ihre Medaillen.
Die große Resonanz unterstrich einmal mehr die Bedeutung der Nachwuchsarbeit innerhalb des ULTRA-Bike-Wochenendes.

Schwarzwälder ADAC MTB Cup
Am Samstag gehörten das Sportstadion und der Hexenwald Trail Park dem Mountainbike-Nachwuchs. Beim Schwarzwälder ADAC MTB Cup traten 200 Fahrerinnen und Fahrer der Altersklassen U9 bis U15 in Technik- und Cross-Country-Wettbewerben gegeneinander an.
Die Rennen der U17 und U19 waren am Sonntag in den Black Forest ULTRA Bike Marathon integriert. Die U17 startete auf dem Short Track, die U19 auf dem Speed Track. Damit führte der Weg für den Nachwuchs vom kindgerechten Technikparcours bis auf die großen Marathonstrecken des ULTRA Bike.

Ein Wochenende für die gesamte Radsportfamilie
Vom ersten Start der Bambini Trophy bis zur Zielankunft der letzten Marathonfahrerinnen und Marathonfahrer zeigte das Veranstaltungswochenende die gesamte Bandbreite des Mountainbikesports: erste Rennerfahrungen der jüngsten Kinder, Nachwuchswettbewerbe im Schwarzwälder ADAC MTB Cup, gemeinsames Gravel-Erlebnis und internationaler Spitzensport im HERO UCI Marathon World Cup mit einer Gesamtteilnehmerzahl von 3.650 Starterinnen und Startern..
Zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, Vereine, Feuerwehren, Rettungsdienste, Streckenposten, Partner sowie die beteiligten Gemeinden sorgten dafür, dass die Rennen auf den weitläufigen Strecken durch den Hochschwarzwald durchgeführt werden konnten.